Polizeikontrolle

Nachts an ner Tankstelle irgendwo in der Pampa bei Regensburg gab’s gerade etwas Action.In der Regel habe ich meinen Führerschein immer dabei. Heute nicht!*In der Regel sitzt meine Hündin im Kofferraum. Heute nicht! Das Auto ist etwas zu schwer beladen. Darum musste sie auf dem Beifahrersitz Platz nehmen.*In der Regel habe ich mein Warndreieck und Verbandszeug griffbereit. Heute nicht! Ist unter den Kisten begraben.*Die Polizisten waren total nett, obwohl sie nen Alkohol und Drogentest von mir wollten. Meine Jacke und Schuhe wurden auch durchsucht.Sie meinten, ich wäre ja kein unbeschriebenes Blatt.Boah, wie mich diese alte Story langweilt. Komm mir vor wie ein Papagei, wenn ich mich immer wieder auf’s neue rechtfertigen muss.Naja, die 🐂 machen ja auch nur ihren Job.Haben uns dann aber doch noch ganz nett unterhalten. Einer der Polizisten hat letztes Jahr seinen Vater aufgrund einer Krebserkrankung verloren. Und auch er wollte seinem Vater Cannabis verschreiben lassen. Leider war er dafür nicht zugänglich.Ganz schön verrückt alles. Wahrscheinlich wandere ich irgendwann komplett aus. Geht mir schon auf den Zeiger, ständig kontrolliert zu werden. Ja, die Cannabispatienten sollte man schon im Auge behalten. ☝️Drogentest war negativ und Alkohol habe ich auch nicht im Blut.Vielleicht sollte ich eine andere Identität annehmen. 🤔Shit happens! 💩Jetzt geht’s endlich ins neue Heim!🏠#legalizecannabis

Folge deiner Intuition

Seit knapp nem Jahr merke ich immer mehr, dass ich eine gravierende Veränderung in meinem Leben brauche. Mich zieht es immer mehr weg aus meinem Wohnort. Am liebsten wäre ich schon längst umgezogen. Aber ganz so einfach ist es in meiner Lage nicht! Ich habe einen Sohn, den ich erst mal von meinem Vorhaben überzeugen musste. Er will grundsätzlich eher in ne größere Stadt, am liebsten nach Berlin oder nach NRW und ich will auf´s Land.

Nach langen Diskussionen habe ich mich aber schließlich durchgesetzt.

Gar nicht so einfach, für eine antiautoritäre Mutter wie mich.😅

Ich war ständig hin und her gerissen, ob ich es jetzt meinem Sohn recht machen sollte, oder mir. Habe mich in Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt und in Süddeutschland umgesehen. Nichts hat mich so wirklich überzeugt. Abgesehen davon gab es auch von vornherein schon viele Absagen. Meist lag es daran, dass ich momentan nicht arbeite, oder um meine Tiere. Eine Vermieterin fragte mich sogar nach meinem Mann. Als ich sagte, dass ich alleinerziehend bin, meinte sie nur, dass ich doch einen Sohn hätte und da geht man eigentlich davon aus, dass dann auch ein Mann da wäre. Ganz schön schräg alles! Wir leben doch im 21. Jahrhundert.

Andere Vermieter wollten ihre Wohnung direkt ab sofort vermieten, was ich auch nachvollziehen kann. Ich habe hier aber eine dreimonatige Kündigungsfrist und bin momentan finanziell nicht in der Lage, drei Monate doppelt Miete zu zahlen. Wobei ein Umzug grundsätzlich schon immer ziemlich kostspielig ist.

Abgesehen davon wollte ich meinen Sohn nicht während des Schuljahres aus der Klasse herausreißen.

Ich kündigte direkt meine Wohnung für Ende Juli, ohne bereits eine neue zu haben. Ich dachte mir, in ein paar Wochen werde ich schon etwas geeignetes finden. Wobei ich mir eigentlich immer ein Haus auf dem Land gewünscht habe. Ich hatte also zwei Monate Zeit etwas geeignetes zu finde. War nur doof, dass ich direkt Anfang Mai eine Sommergrippe bekam, die sich drei Wochen hinzog. Darum musste ich pausieren mit der Wohnungssuche. Ende Mai ärgerte ich mich schon, dass nichts voran ging und wenn ich dann wieder ne Absage bekam, zog mich das schon ziemlich runter.

Ich fuhr nach Brandenburg, um mir ne richtig coole Lebensgemeinschaft anzusehen. Ein ehemaliges Feriendorf aus DDR Zeiten. Viele Bungalows und auch ein paar Wohnungen im Wald, direkt am See. Die meisten Häuser waren wunderschön mit Graffiti besprüht oder bemalt. Viele verschiedene, tolle Menschen leben dort, Ökos, Punks, Aussteiger aller Art, alle Altersgruppen, Kinder und Tiere. Aber dort hätte ich innerhalb von ein paar Wochen kein Bungalow bekommen. Hätte eine Wartezeit von etwa einem Jahr gehabt.

Ich habe tolle Menschen kennengelernt. Aber ein neues zu Hause habe ich dort nicht gefunden.

Vor zwei Wochen fuhr ich dann nach Niederbayern, um mir ne schöne ländlich gelegene Wohnung anzusehen. Sie war sehr ruhig und eigentlich ganz süß. Ich sagte direkt zu, weil ich doch schon etwas unter Zeitdruck stand und ich das Gefühl hatte, dass ich mich dort wohlfühlen könnte. Der Vermieter hatte aber noch ein paar weitere Bewerber und wollte ein paar Tage Bedenkzeit. Langsam bekam ich etwas Panik, weil mir nur noch wenige Wochen blieben um ne geeignete Wohnung zu finden, nen Umzug vorzubereiten und alles weitere wie Ärzte und Schule zu organisieren.

Ich hatte noch etwas Zeit und Lust, die Gegend zu erkunden und darum fuhr ich etwas weiter, Richtung Süden. Ich war eigentlich auf die Fahrbahn fokussiert. Doch als ich an nem Bauernhof vorbeifuhr, drehte ich mich intuitiv kurz rüber und entdeckte, dass ein Haus keine Gardinen an den Fenstern hatte. Ich hatte das Gefühl umzudrehen und einfach mal nachzufragen, ob dort evtl eine Wohnung zu vermieten ist. Der Bauer war gerade auf dem Hof, als ich ihn ansprach. Ich hätte nie damit gerechnet, dass dort wirklich zufällig eine Wohnung frei wäre, die irgendwie passen könnte. Wobei ich mittlerweile weiß, dass es keine Zufälle gibt. Der Vermieter, winkte mich direkt rein, um mir die Wohnung zu zeigen. Ich meinte, ich bräuchte eine 3 Zimmer Wohnung, weil ich mir nichts ansehen wollte, was ohnehin nicht in Frage kommt. Ich erzählte ihm auch direkt, dass ich ne Hündin und nen Kater habe. Aber auch das schien kein Problem für ihn zu sein.

Als ich mir die Wohnung ansah, war ich erstaunt wie groß sie war. Sie hatte ein schönes großes Badezimmer, einen Kamin und vor allem gab es keine Durchgangszimmer. Ich hätte nie damit gerechnet, aber der Mietpreis war überaus gering. Viel günstiger, als meine aktuelle Wohnung. Aber knapp 50 m2 größer. Eigentlich hätten wir sogar das ganze Haus für uns. Abgesehen von einem seperaten Raum, der als Behandlungsraum genutzt wird. Der Vermieter ist Arzt und Homöopath und bahandelt da ab und zu auch Patienten, neben seinem Hauptjob und der Arbeit auf dem Hof.

Danach zeigte er mir den Hof. Es war eine stillgelegte Mühle, ein Selbstversorger-Hof. Strom wird durch Wasserkraft und Solarenergie erzeugt. Geheizt wird mit einer Holz-Zentral Heizung. Das Holz dafür wird selbst gefällt und mit Pferden auf den Hof transportiert und da verarbeitet.

Es wurden zwei Brunnen abgezapft. Das Quellwasser kommt direkt aus der Leitung.

Auf dem Hof leben vier Pferde, zwei Hunde, eine Ziege, viele Hühner, Fasane, Schweine und bald leben auch meine zwei auf den Hof. 🙂 Meine Hündin hatte ich schon mit dabei, als ich einige Tage nach der Besichtigung den Mietvertrag unterzeichnet habe.

Im Wald, der auch mit zu dem Anwesen gehört, leben Füchse, Rehe, Hasen, Eichhörnchen und viele mehr. Vor meinem Haus ist ein Teich und etwas weiter hinter dem Haus ein Bach. Einen Gemüsegarten kann ich mir selbst anlegen. Das ist natürlich etwas Arbeit, aber das ist mein Plan.

Ich habe mich mit meinem neuen Vermieter lange über alternative Heilmethoden unterhalten. Und wir haben einiges vor. Wir glauben, wir können uns ganz gut ergänzen.

Ich hatte Glück! Diesmal wurde ich aus einigen Bewerbern auserwählt. Ich freue mich auf meinen neuen Lebensabschnitt und auf das Leben im Einklang mit der Natur. 🌲🌻

Mein Sohn ist zwar nicht sonderlich begeistert. Aber das Leben ist eben kein Ponyhof. Der Hof allerdings schon. 😉

Über die alten Sagen der Mühle werde ich sicher noch berichten.

Läuft bei mir

Ich werde oft gefragt, wie es momentan in mir aussieht, ob meine Wucherungen komplett zurückgegangen sind und wie es mit den Knochen aussieht.
Die Wahrheit ist, dass ich es nicht genau weiß, weil ich ja nicht in mich hineinsehen kann.

Im CT war alles stark rückläufig. Im Oktober war nur noch eine einzige Metastase, oder wie auch immer man diese Knoten nennen will in meiner Lunge nachzuweisen. Naja, und ein kleiner Rest um die Herzkammer.

Die Knochenmetastasen in Lunge, Hüfte und Rippe sind sklerosiert. Das ist es zumindest das, was mir von Seiten der Ärzte mitgeteilt wurde.

Vor knapp zwei Wochen habe ich dann einen Knoten in meiner Leiste ertastet. Ich ging am Tag drauf direkt zum Arzt, um das mal abklären zu lassen. Er meinte aber, dass es sich wahrscheinlich um einen Muskelfaserriss handeln würde und verwies mich zum Orthopäden. Für mich machte das Sinn, weil ich nen Tag zuvor trainiert und mich dabei wahrscheinlich etwas zu stark gedehnt hatte.

Vor einigen Tagen wurde dann ein Ultraschall von meiner Leiste gemacht. Es stellte sich heraus, dass ein Lymphknoten geschwollen ist. Bei den meisten Menschen mit meiner Diagnose wäre das wahrscheinlich Grund zur Sorge. Ich muss zugeben, dass auch ich mir Gedanken darüber gemacht habe. Ich weiß aber auch, dass es andere Gründe für eine solche Schwellung geben kann, außer eine bösartige Zellwucherung. Darum habe ich erst einmal meine Blutwerte abgewartet.

Ich weiß, dass die Tumormarker auch nicht immer aussagekräftig sind. Im meinem Fall gehe ich aber davon aus, dass sie es sind. Bis jetzt konnte ich mich immer gut daran orientieren. Ja und was soll ich sagen, sie sind weiterhin rückläufig. 😀

Der Chefarzt meint, es wäre wahrscheinlich, dass es etwas mit meiner Erkrankung zu tun hat. Er hat mir dazu geraten, eine Gewebeprobe entnehmem zu lassen.

Ich habe ihn gefragt, was das bringen soll? Es würde nichts an meiner Entscheidung ändern, eine Chemotherapie weiterhin abzulehnen, egal ob sich bösartige Zellen darin befinden würden, oder nicht. Abgesehen davon gehe ich nicht davon aus, dass es so ist. Man sollte auch bedenken, dass es oft kontraproduktiv ist, einen Tumor anzuschneiden.

Naja, als er heute das Ergebnis meiner Blutwerte gesehen hat, ist meine Entscheidung auch für ihn akzeptabel.

Er rät mir immer wieder dazu, wieder mit Biphosphonaten zu beginnen. Das sind Infusionen, die man bekommt, wenn man Knochenmetastasen hat, um die Knochen zu stabilisieren.

Meine Knochenmetastasen sind aber sklerosiert und darum ziehe ich auch das momentan nicht in Betracht.

Das einzige, was ich in der Klinik momentan bekomme ist Hyperthermie, Magnetfeldtherapie und C-Glutamin (Aminosäuren) Infusionen. Alles Behandlungen, die mir nicht schaden.

Aber der Hauptgrund für meinen Aufenthalt in der Klinik ist die Entspannung. Nichts tun zu müssen und einfach diese Ruhe zu genießen, dass ist es, was ich momentan brauche. Wenn ich will, gehe ich raus in die Natur 🌱🌻oder lege mich auf die Terrasse.

Ich hab das Gefühl, dass ich meine Zellen ganz gut im Griff habe.

Darum mache ich mir auch keinen Stress mehr, sondern genieße einfach mein Leben.

Vielleicht bin ich ja irgendwie anders. Aber ich drehe durch, wenn man mich in eine Schublade packt. Ich habe mir meine Selbstbestimmung hart erkämpft und werde die Verantwortung über mich und mein Leben nicht mehr so schnell abgeben. Und dabei ist es egal, wie es ausgeht.

Ich mach mein Ding!

Wenn es hier ruhig wird in der Klinik, geh ich in den Gruppenraum, den ich dann ganz für mich alleine habe. Dann dreh ich die Musik auf und tanze hier einfach durch den Raum. Wild, emotional, intuitiv.. So, wie mir gerade danach ist. Vielleicht hat mich die Waldorfpädagogik im Vorschulalter doch etwas geprägt.😉 Vielleicht bin ich aber auch einfach so. Das ist übrigens auch etwas, was total hilft, wenn man dieses Gedankenkarusell nicht abschalten kann. Einfach tanzen! So lange, bis man sich glücklich getanzt hat. 💗

Und im Anschluss wird meditiert. Das ist die andere Möglichkeit, den Kopf frei zu kriegen.

Wahrscheinlich ist das Teil meiner Therapie. Einfach das zu tun, was einem gut tut, kann wirklich heilsam sein.

Namasté ihr lieben 🙏

Mir geht’s gut! 😉

💜Herzmensch Kyrian 💜

Vor einigen Tagen bekam ich Besuch von Kyrian, einer ganz besonders lieben Freundin aus dem Norden, mit der ich zuvor nur telefonisch oder über social media Kontakt hatte.

Sie teilt ein ähnliches Schicksal, wie ich. Auch sie trägt diese verrückte Zellmutation in sich, die sie genau wie ich auf ihre eigene Art versucht wieder in den Griff zu bekommen. Sie hat sich die Mühe gemacht und ist von Hamburg nach Oberfranken gefahren, nur um sich mit mir für wenige Stunden zu treffen. Die Hin- und Rückfahrt dauerte um ein vielfaches länger, als unser eigentliches Treffen.

Ich habe mich wahnsinnig über Ihren Besuch gefreut. 😍 Sie ist eine der wenigen, die sehr viele Dinge hinterfragt. Warum sie krank geworden ist und was sie ändern kann um ihre Zellen wieder in den Griff zu kriegen. Ja, sie geht wie ich ihren ganz eigenen Weg. Wir setzen beide weniger auf Chemie und dafür mehr auf natürliche Heilmittel. Und das bringt definitiv viele Schwierigkeiten mit sich. Ärzte, Pharma und Krankenkassen wollen natürlich, dass wir die Behandlungen machen, die uns vorgegeben werden. Dafür würden sie locker mal 100.000 € im Jahr für eine Behandlung locker machen.

Dass wir Eigenverantwortung übernehmen, hat seinen Preis. Kyrian und ich finanzieren alles selbst. Bis auf das medizinische Cannabis, das ich mittlerweile auf Rezept bekomme. Obwohl wir ja durch unsere aktuelle Situation finanziell ziemlich 💩 dastehen.

Ein weiteres Problem ist es, dass wir von vielen Seiten Steine in den Weg bekommen.

Kyrian hat krasse Probleme mit der Krankenkasse. Sie bekommt kein medizinisches Cannabis verschrieben, obwohl sie definitiv Anspruch darauf hätte. Sie soll erst alle anderen Schmerzmittel durch probieren, die von der Pharma gesponsert werden. Vor allem Opiate werden ihr ständig angeboten. Dabei ist es bewiesen, dass sich Cannabis positiv auf unsere Wucherungen im Körper auswirkt und Opiate keinerlei Nutzen haben. Abgesehen davon ist Cannabis ein viel schonenderes Schmerzmittel und macht in der Regel nicht abhängig. Der VdK hilft ihr nicht, weil sie momentan überlastet sind und ihr Fall anscheinend zu kompliziert ist.

Ich selbst werde angeklagt, wegen unerlaubtem Anbau von Cannabis. Was ich nur tat, weil mein medizinisches Cannabis trotz Kassenzusage, aufgrund von Lieferengpässen monatelang nicht lieferbar war. Seit einem knappen Jahr schlage ich mich schon damit herum. So lange sollte ich ja nicht mal leben, laut der Aussage mancher Ärzte. Doch aus dem Grund, weil ich mein Leben selbst in die Hand genommen habe und angebaut habe, lebe ich. Ziemlich verrückt, oder?

Wir haben sehr lange über unsere absurden Geschichten gesprochen und über Möglichkeiten, die wir haben, um uns unser Leben wieder zurückzuholen.

Wir haben uns lange über unsere Ernährung, Entgiftung, mentale Belastungen, negativen Menschen und allgemein unsere Hindernisse im Leben unterhalten. Wir glauben aber beide daran, dass wir eine Chance haben noch lange zu leben. Entgegen der Meinungen von unseren Ärzten, die uns ständig versuchen in eine Schublade zu stecken.

Die Selbstbestimmung über unseren Körper ist uns wichtig und wir werden uns definitiv nichts mehr aufdrängen lassen. Zumindest, wenn es noch andere Optionen gibt. Und die gibt es definitiv. 🙏

Wir haben unser Leben komplett umgekrempelt und gehen ganz neue Wege. Endlich wissen wir, wie wertvoll unser Leben eigentlich ist. 💜

Kyrian schreibt sehr eindrucksvoll auf ihrem Blog „Lebenamlimit“ über ihren steinigen, aber auch wundervollen Weg, über ihre Behandlungsmethoden und über die Dinge, die das Leben lebenswert machen. 🕊️

Sie ist so eine powergeladene, emphatische, intelligente junge Frau, die das Leben liebt und mutig ihren Weg beschreitet. Nach jeder Niederlage steht sie wieder auf und richtet sich ihre 👑.

Danke, dass du die Welt bereicherst mit deinem wundervollen Wesen wundervolle Kyrian. 💜🙏

Staging

Vor einiger Zeit war ich in der Klinik, um mich komplett duchchecken zu lassen. Ein Staging ist eine Untersuchung, bei der CT Bilder, Mammographien und/oder Kernspintomographien gemacht werden, um den genauen Verlauf einer Krebserkrankung beurteilen zu können. Ich hatte letztes Jahr noch die Lunge voller Metastasen. Sie wurden nie gezählt. Dafür waren es zu viele. Der größte Knoten betrug 4,8 cm. In der Hüfte befindet sich noch eine größere Metastase und die Eierstöcke waren auch befallen.

Ich fing letztes Jahr eine schulmedizinische Therapie (Aromatasehemmer und Biphosphonate) an. Weil ich mich aber nicht damit abfinden wollte, dass ich jetzt Palliativpatientin bin, recherchierte ich selbst. Ich stellte meine Ernährung komplett um, fing an zu fasten, ließ mir Vitamin C Infusionen geben und ließ spezielle Untersuchungen in einer Privatklinik machen. Dabei stellte man fest, dass meine Darmwand porös ist. Das geht nicht nur mir so. Es gibt sehr viele Menschen, deren Darm geschädigt ist. Man merkt es nur nicht. Das kommt durch eine ungesunde Lebensweise. Vor allem Pestizide in unserer Nahrung führen dazu, dass nach und nach unser Darm massiv geschädigt wird. Seitdem bin ich dabei, regelmäßig zu entgiften und ernähre mich ballaststoffreich.

Ich fing an Sport zu treiben, machte Atemübungen und fing an zu meditieren. Es war nicht einfach, aber ich kam nach langem hin und her an Cannabisblüten heran. Daraus stellte ich mir zusammen mit einem Freund RSO (Rick Simson Öl) her. Das ist ein starkes Cannabis-Öl mit einem enorm hohen THC Gehalt. Rick Simson hat es nicht entdeckt. Aber er hat es bekannt gemacht, nachdem er seinen schwarzen Hautkrebs damit selbst geheilt hat. Ich nehme es immer noch und mir geht es so gut damit. Auf jeden Fall geht es mir viel besser, als mit dieser Anti-Hormon-Therapie. Nach und nach ließ ich gegen den Rat meiner Ärzte alle schulmedizinischen Medikamente weg. Dafür pumpte ich mich voll mit Vitaminen, Aminosäuren, Antioxidanzien und so weiter. Ich bekam Schwarzkümmelöl von meiner Verwandtschaft aus Algerien. Sie besorgten mir Tee von den Tuareg und eine Mischung aus Ginseng, Pollen, Kräutern und vieles mehr.

Meine Tumormarker gingen immer weiter zurück. Das ist der Entzündungswert im Blut, durch den man in der Regel den Verlauf einer Krebserkrankung verfolgen kann. Die Tumormarker sind nicht immer zuverlässig. Aber meine Onkologin ist der Ansicht, dass ich durch das steigen bzw sinken der Tumormarker das Wachstum bzw den Rückgang meiner Tumore bestimmen kann. Trotzdem bestand ich auf ein Staging.

Meine Tumormarker waren von 841 auf 27 zurückgegangen. Das ist der Wert eines gesunden Menschen. Darum war ich natürlich total glücklich darüber. Mein Hausarzt konnte es kaum glauben, als ich ihm erzählte, dass ich meine schulmedizinische Therapie seit Dezember 2017 nicht mehr mache. Er war total verblüfft. Ich hatte meinen Ärzten nichts davon erzählt, weil sie immer, wenn ich alternative Heilmethoden ansprach, sehr ignorant reagierten. Ich kam mir manchmal vor, als wäre ich ein Kleinkind und hätte selbst nichts zu sagen, was mein Leben betrifft. Ich weiß, dass sich Ärzte im Laufe ihres Studiums sehr viel Wissen aneignen, um ihre Patienten kompetent behandeln zu können. Und dann kommt da so ne verpeilte Chaotin (das ist das, was viele in mir sehen) an und holt sich Kräuter, Vitamine und Cannabis, um sich selbst zu behandeln. Natürlich sind die Schulmediziner nicht begeistert, wenn sie das hören. Meine Onkologin ermahnte mich immer wieder, dass ich nicht ständig nach Heilmethoden suchen soll. Ich wäre schließlich Palliativpatientin, mit dem halben Körper voller Metastasen. Sie würde aber versuchen, mir durch die schulmedizinischen Therapien noch etwas Leben zu ermöglichen. Sie meinte, ich würde es niemals schaffen, meine Tumormarker soweit zurückzudrängen, dass sie im Normbereich sind. Sie erklärte mir immer wieder, dass ein Stillstand der Metastasen schon ein großer Erfolg wäre. Wenn man aber die Lunge voller Metastasen hat, so dass man schon kaum mehr richtig atmen kann, ist einem das nicht genug. Das gilt zumindest für mich.

ICH HABE ES GESCHAFFT!

Im Juli war es soweit. Meine Tumormarker waren im Normbereich. Und auch sonst war alles gut. Ich hatte seit meiner Metastasendiagnose vor 1,5 Jahren keinen einzigen Infekt. Das gibt es kaum, wenn man Chemo und Co. macht. Ich habe in der Zeit so viele Krebskranke kennengelernt, die es nicht geschafft haben. Der Tod ist für mich zum Alltag geworden. Ích bin aus einigen Krebsforen ausgetreten, weil ich mich nicht ständig damit befassen will. In einer geschlossenen Krebs-Gruppe bin ich noch. In dieser Gruppe sind nur Frauen mit metastisiertem Brustkrebs. Diese Frauen sind so verdammt stark. Sie trösten sich gegenseitig, wenn es ihnen schlecht geht und geben sich Halt. Sie tauschen sich aus, über ihre Therapien und helfen einander. Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich an sie denke. Aber manchmal brauche ich auch mal ne Pause von dieser Gruppe. Der Tod ist immer präsent. Am meisten trifft es mich, wenn junge Frauen sterben und ihre Kinder zurücklassen müssen. In der Regel sind die Kinder vor dem Tod ihrer Mütter schon traumatisiert. Das zerreist mir manchmal fast das Herz. Vor allem, wenn ich sehe, wie diese Frauen vorher gekämpft haben, für sich und ihre Familien. Was sie alles in Kauf genommen haben, um noch etwas leben zu dürfen. Manchmal ist es aber auch kein Leben mehr, sondern nur noch eine einzige Qual.

So lange ich kann, werde ich mir das nicht mehr antun. Nach allem, was ich durch habe, will ich keine Chemotherapien mehr, keine Östrogenblocker und auch keine weiteren Operationen. Ich werde nur noch selbst über meinen Körper entscheiden. Egal, was das für Konsequenzen für mich hat. Ich habe nicht mehr viel zu verlieren.

Jetzt zu meinem Staging!

Im Krankenhaus war es mal wieder so, wie es nun mal in so nem Krankenhaus ist. Ich sollte eine Computer-Tumographie bekommen. Ich wartete also im Zimmer, dass ich aufgerufen werde. Ich hätte meine Zeit auch gern anders verbracht, aber ich sollte auf dem Zimmer warten. Das ist nicht besonders angenehm, wenn man eine andere Patientin im Zimmer hat, die einen künstlichen Darmausgang hat und Durchfall dazu. Eigentlich müssen Patienten, die einen Darminfekt haben, ein Einzelzimmer bekommen, wegen der Ansteckungsgefahr von anderen Krebspatienten. Für Chemopatienten kann es tödlich sein, wenn sie sich mit Keimen, Bakterien oder Vieren infizieren. Es roch so schlimm, dass mir zwischenzeitlich sehr übel wurde. Ich wollte mich aber nicht beschweren. Erstens, weil meine Zimmergenossin sehr nett war und ich eine starke Verbundenheit zu ihr spürte und weil es meiner Mitbewohnerin selbst total unangenehm war. Außerdem wusste ich, dass ich nicht viel zu befürchten hatte, da ich mich selbst behandelte und mein Immunsystem so richtig krass aufgebaut hatte.

Naja, ich wurde doch nicht abgeholt und das CT musste warten. Ich fragte noch einige Male nach, wann es soweit wäre, dass ich die nötige Untersuchung bekomme, aber die Schwestern meinten nur, dass es dann wahrscheinlich morgen soweit wäre. Ich hatte damit gerechnet an dem Tag wieder nach Hause zu gehen. Mein Sohn war krank und musste sich alleine um unsere Haustiere kümmern. Und abgesehen davon, hatte ich viel zu tun.

Am nächsten Tag wurde ich auch immer wieder vertröstet. Daraufhin ging ich selbst in die Radiologie, um mich zu erkundigen, wann ich mit dem geplanten Eingriff rechnen könne. Da erfuhr ich, dass ich komplett vergessen wurde. Meine Akte wurde erst zehn Minuten zuvor in die Radiologie gebracht. Mir wurde gesagt, dass etwa zwanzig Patienten noch vor mir dran wären und es nicht sicher sei, dass ich an dem Tag noch dran kommen würde. Ich beschwere mich eher selten. Aber da tat ich es. Dann ging ich wieder auf mein Zimmer, um die Zeit totzuschlagen.

Nach etwa zwei Stunden wurde ich dann doch in die Radiologie geschickt. Sie hatten mich doch noch irgendwie eingeschoben. Wie immer bekam ich während des Eingriffs Kontrastmittel gespritzt. Mir wird immer total übel, wenn ich die Injektion bekomme. Das letzte Mal, hätte ich fast gespeit. Das ist nicht wirklich angenehm, wenn man gerade auf dem Rücken liegt und sich nicht rühren darf. Diesmal war es wieder so. Mir wurde total übel. Aber zum Glück dauert diese Untersuchung nicht allzu lange und ich konnte es mir gerade noch verkneifen, alles vollzukotzen.🤢

Ich war endlich fertig und durfte endlich nach Hause. Am nächsten Tag sollte ich zur Besprechung in die Klinik kommen. Die Onkologin war auch ziemlich erstaunt, über das Ergebnis. Sie entdeckte auf den ersten Blick nichts auffälliges. Sie meinte aber, dass die Radiologin nochmal explizit drüber schauen müsste. Dann würde ich den Entlassungsbericht nach Hause bekommen. Sie wollte mir zwei Tage später den Bericht eigenhändig in den Briefkasten werfen.

Ich saß also wie auf Kohlen und wartete an dem besagten Tag auf diesen Brief. Ich blieb den ganzen Tag zu Hause und rannte ständig zum Briefkasten, um zu sehen, ob sie schon da war. Als es aber immer später wurde, es war sicher schon 21.00 Uhr, dachte ich mir schon, dass ich vergessen wurde. Darum fuhr ich selbst in die Klinik, um mir die Entlassungspapiere zu holen. Etwas aufgeregt war ich schon. Ich muss zugeben, ich hatte mit einem wirklich guten Ergebnis gerechnet.

Wie schon im Februar diagnostiziert wurde, sind meine Lungenmetastasen enorm zurückgegangen. Es wurden aber noch zwei Metastasen in der Lunge gefunden. Die größte aller Lungentumore ist mittlerweile von 4,8 auf 2,3 cm geschrumpft. Was mit dem zweiten Befund ist, check ich noch nicht so ganz. Davon war im Februar nicht die Rede. Werde das aber im Januar mal mit meiner Onkologin genau besprechen. Auch, wenn im Blut nichts mehr nachweisbar ist, sind diese zwei Restbefunde da. Das ist aber kein Drama. Momentan habe ich alles im Griff.

Es gibt aber was, das mich schon etwas zurückgeworfen hat. Es wurden zwei Metastasen in den Rippen entdeckt. Ich werde diesbezüglich aber noch einmal einen Radiologen konsultieren. Die Rippenmetastasen sind aber genau wie die größere Metastase in der Hüfte sklerosiert. Das bedeutet, das sich das Knochengewebe wieder verdichtet hat. Darum werde ich mit den Biphosphonaten (Therapie, um Knochenmetastasen am Wachstum zu hindern) auch nicht wieder anfangen. So lange ich keine Probleme damit habe, mach ich hier mein Ding!

Nichts desto trotz, bin ich glücklich über das Ergebnis. Ich habe 1,5 Jahre „über“lebt. Aber ich werde noch LEBEN!! So richtig! Mit allem, was dazu gehört. Mit allem, was das Leben so zu bieten hat. Und dabei ist es mir egal, was sich in meinem Körper befindet. Das ist eben ein Teil von mir. Ich mache mich nicht verrückt. Ich habe gelernt hinzufallen und wieder aufzustehen. Das mache ich schon so lange. Und ich denke, ich mache das ganz gut und ich glaube, ich weiß was jetzt zu tun ist. 😉

#brustkrebs #metastisierterbrustkrebs #cancer #computertumographie #staging

Familientag💚

Sonntag ist bei uns Familientag. Da bekommt mein Sohn meine uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Nach dieser turbulenten Zeit ist das total wichtig für uns. So ein geregeltes Familienleben war eine Zeit lang nicht mehr möglich, da wir durch Außenstehende Personen oft aus der Bahn geworfen wurden. Das ist jetzt vorbei! Jetzt läuft es wieder wie früher und ich finde es toll! Ich bin zwar eine mittlerweile 37 jährige Mutter, aber irgendwie bin ich nie wirklich erwachsen geworden und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das auch nie werde. 🙃 Das ist der Grund, warum ich mich auch sehr gerne mit Kindern und Jugendlichen umgebe.🤣

Wir gehen schwimmen, in die Sauna, töpfern, fahren Fahrrad, spielen Tischtennis und so weiter. Also das, was normale Familien auch tun. Manchmal läuft aber alles aus dem Ruder und wir rangeln, machen nur Blödsinn oder hängen einfach miteinander rum, so wie das Freunde tun.🤜🤛

Heute waren wir skaten, er mit dem Skateboard und ich habe meine Inliner ausprobiert, die ich zwar schon ewig habe, die aber nie genutzt wurden. Ich stand heute seit Ewigkeiten das erste mal wieder auf Rollen. Und dafür hat es echt ganz gut geklappt. Zumindest bin ich wieder heile zu Hause angekommen und das ist ja auch schon mal ne Leistung für so ne alte Krebsmuddi!🙏

Im Anschluss gab’s noch ne kleine Übung für Bizeps, Trizeps, Rücken, Bauch, Po und Oberschenkel. Dabei sehe ich zwar aus, als würde ich irgendetwas herauspressen wollen. 💩 Aber beim Training auch noch gut auszusehen ist mir dann doch zu anstrengend. 😉

So kann es weitergehen. Nur für den Winter brauch ich noch nen geeigneten Zeitvertreib. 🤔

#familie #daslebenistschön #machdichkrass #brustkrebs #metastisierterbrustkrebs #“can“ cer

Selbstvertrauen 💜

Als ich letztes Jahr meine Diagnose bekam, ging es mir schon Monate zuvor total beschissen. Eigentlich war es denk ich sogar die schlimmste Zeit meines Lebens. Ich wurde von Menschen, die mir extrem nahe standen auf`s übelste hintergangen und das immer wieder. Einen Tag bevor ich meine Diagnose bekam, ging es mir so schlecht, dass ich das erste Mal in meinem Leben meine Existenz in Frage stellte. Es gibt tatsächlich Menschen, die es schaffen, einen komplett zu zerstören, wenn man nicht aufpasst. Obwohl ich glaube, dass ich wirklich belastbar bin.

Die meisten hätten sich an meiner Stelle wahrscheinlich schon längst das Leben genommen, wenn sie so eine kranke Geschichte hinter sich hätten, wie ich. Auch, wenn man grundsätzlich ein starkes Selbstwertgefühl hat, gibt es Menschen, die es immer wieder schaffen, es zu zerstören.

In meiner Lage wünscht man sich Menschen, die an einen glauben. Die einem Mut machen und auch mal zuhören. Aber wenn ich eins im Leben gelernt habe, dann ist es das, dass man niemals etwas erwarten sollte, von niemandem. Jeder Mensch tickt anders und man sollte nicht von sich auf andere schließen. Die Welt ist voller Leute mit krassen Problemen, die nur ein Ventil dafür suchen, ihre Unzufriedenheit an anderen auszulassen. Sie projizieren ihren Selbsthass auf andere, um sich selbst besser zu fühlen.

Neid, Missgunst und Eifersucht gibt es so oft in jeglicher Art von Beziehungen. Aber, dass man auf einen Menschen wie mich eifersüchtig ist, der eigentlich in der beschissensten Lage überhaupt steckt, habe ich lange nicht verstanden. Mittlerweile verstehe ich es aber viel besser. Ich bin ein sehr glücklicher Mensch. Egal was passiert, ich fange mich immer wieder und ich versuche immer das Beste aus der Situation zu machen, in der ich mich gerade befinde. Wenn das Menschen sehen, die viel unglücklicher sind als ich, obwohl sie körperlich gesund sind, viel mehr Kohle haben, in einer intakten Familie leben und beruflich erfolgreich sind und mich dann sehen, wie ich mit dem ganzen 💩 in meinem Leben umgehe, entwickeln sie Neid und teilweise sogar einen richtigen Hass auf mich. Ich weiß aber mittlerweile, dass es dabei weniger um mich geht, sondern das Problem bei ihnen selbst liegt.

Die meisten in meiner Lage hätten sich längst aufgegeben. Je mehr man auf jemanden drauf haut, desto weniger Kraft, Antrieb und Ehrgeiz hat diese Person in der Regel. Mich hat auch einiges kaputt gemacht. Aber, ich habe alle Menschen aus meinem Leben verbannt, die mir immer wieder geschadet haben. Und in meinem Fall ist es so, dass ich gerade deshalb einen extremen Ehrgeiz und Lebenswillen entwickelt habe. Kaum jemand in meinem näheren Umfeld hat an mich geglaubt. Ich hatte lange Probleme damit. Man fühlt sich echt 💩, wenn man in einer solchen Lage ist. Wenn man aber in Selbstmitleid versinkt, wird alles nur schlimmer.

Es gibt zwei Optionen, die man dann hat.

Die eine wäre, einfach aufzugeben, sich langsam nach nem Hospizplatz umzusehen und alles zu regeln, wie es die Onkologen immer so schön umschreiben. Das heißt unter anderem, jemanden zu suchen, dem man sein Kind anvertraut, für den Fall der Fälle, der ja unweigerlich auf einen zukommt. Das werde ich nicht tun! Mein Sohn ist 16 Jahre alt und ich werde mindestens so lange leben, bis er komplett auf eigenen Beinen steht. Ich hatte meine Erstdiagnose, als er drei Jahre alt war und damals habe ich schon beschlossen, dass ich dafür sorgen werde, dass er nicht ohne Mutter aufwachsen wird.

Die zweite Option, die man hat wäre, auf die Meinung anderer zu kacken und Eigeninitiative zu entwickeln. Das ist es, wofür ich mich entschieden habe und momentan fahre ich ganz gut damit. Ich habe viel gelesen über meine Erkrankung, über mögliche Therapiemöglichkeiten, Ernährung, Entgiftung und die möglichen Ursachen. Ich lasse mir nichts mehr vorschreiben, was mein Leben und meine Gesundheit betrifft. Wenn mir jemand sagt, dass ich irgendetwas bestimmtes tun muss, tue ich es nicht, sondern hinterfrage das Ganze. Und ich weiß, dass ich eine Chance habe, noch lange und gut zu leben. 🍀 Und da kann mir die ganze Welt das Gegenteil erzählen.

Letzes Jahr haben mir meine Ärzte prophezeiht, dass ich ohne eine Therapie noch maximal ein halbes Jahr leben werde. Es musste schnell gehen, darum habe ich eine Therapie begonnen. Als ich im Dezember 2017 meine Therapie abgebrochen habe und alleine weitergemacht habe, gab es kaum jemanden, der hinter mir stand. Viele haben mich belächelt, waren besorgt oder dachten, ich hätte nen Knall.

Meine Onkologin hat gemeint, ich könnte froh sein, wenn ich einen Stillstand hätte, so dass der Krebs eine Weile nicht weiterwachsen kann. Den hatte ich auch, durch diese Therapie. Aber, wenn meine Lunge voller kleiner und großer Metastasen hat, reicht mir ein Stillstand nicht aus. Meine Ärztin meinte, meine Tumormarker würden niemals so weit zurückgehen, wie bei einem gesunden Menschen. Sie hat mir öfter gesagt, dass ich nicht ständig nach anderen Heilmethoden suchen sollte. Ich müsse akzeptieren, dass ich unheilbar krank bin. Aber sie hat sich getäuscht.

Seitdem sind bereits 1,5 Jahre vergangen und in meinem Blut ist momentan nichts mehr nachweisbar.

Es gab/gibt Menschen, die mir nichts gutes wünschen. Die mir das alles nicht gönnen. Aber dadurch entwickel ich einen noch viel stärkeren Willen, weiterzumachen. Ich werde denen, die mich am Boden sehen wollen zeigen, dass ich fliegen kann. 🕊️

Denn nicht die Umstände, sondern allein deine Gedanken, entscheiden darüber ob du glücklich bist oder nicht.💜🍀

#eigenverantwortung #cancer #brustkrebs #metastisierterbrustkrebs #daslebenistdaswasdudrasmachst #selbstvertrauen #selbstliebe