Einfach mal danke sagen

Es gibt viele Möglichkeiten, mit Konflikten umzugehen. Ich dachte immer, ich komme sehr gut klar mit allem negativem was so in meinem Leben passiert. In der Regel blende ich Probleme oft aus, damit ich nicht komplett durchdrehe. Manchmal kommt aber so vieles zusammen, dass ich am liebsten auswandern würde und das so schnell wie möglich.

Eigentlich wünsche ich mir nur, dass ich endlich alles so geregelt bekomme, dass ich mich nur noch auf mich und meine Krankheit konzentrieren kann. Aber irgendwie bekomme ich das nicht so ganz hin.

Ich habe seit meiner erneuten Krebserkrankung, die letztes Jahr diagnostiziert wurde Krankengeld bezogen. Irgendwie ist mir aber die letzten Monate schon aufgefallen, dass es auf meinem Konto ziemlich mau aussieht. Ich habe meine Kontoauszüge nicht wirklich kontrolliert und dachte einfach, da wird wahrscheinlich wieder viel abgebucht worden sein. Doch dann fiel mir auf, dass ich für Mai gar kein Krankengeld bekommen habe. Als ich bei einem Sachbearbeiter meiner Krankenkasse nachfragte, was da los sei, wurde mir mitgeteilt, dass mein netter Ex-Chef mich bereits Anfang Februar abgemeldet hat. Er hat also keine Kassenbeiträge mehr für mich gezahlt.

Natürlich schrieb ich meinen ehemaligen Chef direkt an, um die Sache zu klären. Es ist aber sehr schwierig, wenn man mit einem Menschen diskutieren muss, der den Intelekt eines Kindergartenkindes hat. Sein Argument ist nach wie vor: „Du hast uns doch letztes Jahr verlassen“! Damit meint er, dass ich mich krankschreiben lassen habe, nach meiner Todesdiagnose.

Insgesamt erhalte ich seit Februar kein Krankengeld mehr. Was mir noch mehr Sorgen bereitet, ist mein Versicherungsschutz. Wenn ich nicht krankenversichert bin, hat das für mich mit meiner Diagnose krasse Konsequenzen. Nachdem ich es ihm Anfang Juni mitgeteilt habe, dass diese Kündigung sehr wichtig für mich ist, bekam ich vor zwei Tagen endlich Post von ihm. Nur leider hat er sich da etwas mit dem Datum vertan. Netterweise hat er mich in diesem Schreiben auch daran erinnert, mich umgehend arbeitslos zu melden, damit keine Lücken entstehen. Das ist echt ein Witz, mit so etwas vorzulegen, nachdem man mich bereits fünf Monate zuvor bei der Krankenkasse abgemeldet hat. Und wenn ich keinen Druck gemacht hätte, hätte ich niemals eine Kündigung bekommen.

Natürlich habe ich mich heute damit beim Arbeitsamt gemeldet. Es wird jetzt ein richtiger Kampf, rückwirkend etwas geltend zu machen. Aber ich habe nette Sachbearbeiter und hoffe natürlich, dass das Arbeitsamt erst mal einspringt und mir vor allem meine Kassenbeiträge übernimmt. Wahrscheinlich werde ich jetzt doch nicht drum rum kommen, Rente zu beantragen und das mit 36.

Bin zwar sehr angepisst deswegen, aber auf der anderen Seite danke ich meinem Ex-Chef dafür, dass er mich entlassen hat und dass ich seine unsympatische Visage nicht mehr ertragen muss. Ich danke ihm auch dafür, dass er mich so nett darauf aufmerksam gemacht hat, dass mit mir etwas nicht stimmt, einen Tag vor meiner Metastasen-Diagnose. Er war wie jeden Abend ziemlich betrunken und fragte mich, was mit mir los sei. Ich würde immer dürrer werden und würde schon aussehen wie ein Junkie. Ja, genau so sieht man aus, wenn man einen total verkrebsten Körper hat und arbeitet wie ne Bekloppte. Wenn man ständig für Kollegen einspringen soll, die einfach nur simulieren und sich ne Woche Urlaub in nem schönen Hotel gönnen, während ich Doppelschichten schiebe, ohne Ende. Ich danke ihm auch dafür, dass er mich ständig zu Hause gestalkt hat, als ich nach 3,5 Jahren das erste mal krankgeschrieben war, weil ich eine krasse Darminfektion hatte und 40 Grad Fieber. Die ich übrigens nur hatte, weil mein netter Ex-Arbeitgeber meine ungarischen Sklavenkollegen ständig krank arbeiten lässt, bzw sie dazu drängt oder zwingt. Den ersten Tag, den ich zu Hause im Bett und auf der Schüssel verbrachte, musste ich mich ständig rechtfertigen, wann ich denn wieder in den Kack-Laden komme. Das war etwa zwei Monate vor meiner Diagnose.

Einen Tag nach meiner Diagnose, brachte ich ihm meine Krankmeldung vorbei. Meine Diagnose hatte ich ihm bereits telefonisch mitgeteilt. Als ich ankam, bot er mir erst mal eine Zigarette an. Ich meinte:“Du weißt schon, dass meine Lunge voller Metastasen ist, oder“? Und er erwiderte in seinem Suff: „Dann ist es doch jetzt eh schon egal“! Dann folgte nur noch ein dummes Lachen seinerseits. Auch dafür danke ich ihm.

Ich danke ihm für den ganzen Scheiß, den er gebracht hat. Diese ganze Kacke zeigt mir nämlich wieder einmal mehr, wie ich niemals sein will!

Ich wünsche ihm nichts schlechtes. Er kann sich von mir aus noch einen Porsche, ne neue Immobile oder sonst nen Scheiß kaufen und damit prahlen, was er alles erreicht hat. Ich messe meinen Erfolg anders.

#brustkrebs #cancer #metastisierterbrustkrebs #lernprozess #danke

Mein Garten

Ich bin ein Mensch, der Hausarbeit hasst und die Arbeit im Garten liebt. Und endlich geht´s mir wieder so gut, dass ich selbst aktiv sein kann. Letzes Jahr hat mir mein Bruder bereits ein Hochbeet gebaut und diesen Sommer habe ich selbst mit richtigen Beeten nachgelegt. In meinem Garten wächsen jetzt Tomaten, Karotten, Kürbis, Zuchini, Paprika, Kräuter und eine Knolle namens Topinambur, die ich vor einem Jahr noch nicht mal kannte.

Für diejenigen, die noch nichts davon gehört haben:

Topinambur ist ein Wurzelgemüse, das auch als Erdapfel, Erdbirne, Erdartischocke, Jerusalem-Artischocke, Ewigkeitskartoffel, Indianerknolle oder Erdtrüffel bezeichnet wird. Diese Knolle wird immer beliebter, denn sie liefert uns wichtige Mineralstoffe, Spurenelemente, Balaststoffe, Antioxidanzien und sekundären Pflanzenstoffen. Topinambur ist sehr ballaststoffreich und hat dadurch eine prebiotische Wirkung auf den Darm, der ja zum großen Teil für unser Immunsystem verantwortlich ist.

Es war schon etwas anstrengend, weil ich die Beete neu anlegen musste. Ich habe also die Wiese komplett umgegraben und unzählige Steine, Wurzeln und Unkraut herausgefuselt. Trotz der Anstrengung fand ich es aber total schön, weil die Luft so gut roch und ich gleichzeitig Vitamin D tanken konnte.

Salat und Süßlupinen will ich auf jeden Fall noch anpflanzen. Eigentlich wollte ich das bereits vor sechs Wochen tun. Naja, in meinem Alter und bei meinem momentanen Cannabiskonsum muss man eben mal Abstriche machen.

#meingarten #gartenarbeit #topinambur #luftundliebe #ungeschminkt #bio #arbeitmachtfrei

Einfach mal raus! 🍀

Ich habe mir sehr viele Gedanken über mein Leben und das Leben allgemein gemacht. Genau das hat mich auch dazu bewegt, andere Wege zu gehen, meine Sichtweisen zu überdenken und mein Leben komplett umzuklempeln.

Dalai Lama sagt: WENN DU EIN PROBLEM HAST, VERSUCHE ES ZU LÖSEN UND WENN DU ES NICHT LÖSEN KANNST, DANN VERSUCHE KEIN PROBLEM DARAUS ZU MACHEN!

Und so mache ich das auch. Zumindest geb ich immer mein bestes. Und, wenn es mal nicht mehr klappt, weil viele Dinge zusammen kommen muss ich einfach raus! Ich überlege, was mir gut tut und das tue ich dann auch!

Heute bzw gestern war so ein Tag! Hab meinen Sohn kurzerhand zu meiner Mutter verfrachtet und bin raus in den Frankenwald gefahren. Hab hier auf dem Bauernhof eines sehr lieben Freundes mit den Kätzchen gespielt, den Esel und das Pony gestreichelt und die Landluft genossen. Das tut mir gerade so gut. Gerade ich wollte in meinem Leben immer nur Aktion und jetzt genieße ich die Stille! So eine Krankheit hat also auch was positives. Endlich nehme ich mir Zeit für mich selbst.

Am Abend haben wir ganz entspannt wieder heilendes Öl hergestellt. Aber das kennt ihr ja schon.

Wie man weiß, kommt nach der Arbeit das Vergnügen und darum haben wir spontan entschlossen, unter freiem Himmel zu schlafen. Wir liegen also gerade auf ner Matratze, direkt zwischen zwei Hanffeldern am Lagerfeuer und es ist so schön. Ich schaue direkt wieder in den wundervollen Sternenhimmel, über mir, sobald ich mit dem Beitrag hier fertig bin. 😉 Und heute ist er besonders schön, ganz dunkelblau, mit extrem vielen kleinen und größeren, funkelnden Sternen. Diese Luft riecht so gut nach einer Mischung aus Hanf, Patchouli und Cannabis. Ich tue das, wonach mir gerade ist und mir geht’s gut dabei. Eine Palliativstation brauch ich nicht, obwohl ich schon vor 15 Monaten dort hin verlegt werden sollte. Ich lebe mein Leben und mach mich nicht damit verrückt, was evtl alles kommen könnte. Es kommt alles so, wie es kommen soll. Gerade geht’s mir so richtig gut.

Das Sonnenwendfeuer brennt so schön, aber nimmer lang. Es bleibt der schönste Wiesenklang. 🌱🌻🌲;)

 

#wiesenklang #frankenwald #frankenwaldhanf #sternenhimmel # ungeschminkt #entspannt #invielzugroßenklamotten #amfeuer

Berlin

Vor einigen Tagen fuhr ich nach Berlin, u\nm an meinem ersten Reiki-Seminar teilzunehmen. Ich hatte mich an einem Pendler-Parkplatz mit Freunden verabredet. Ich wartete schon ein ganzes Stück, doch niemand kam. Natürlich ging dann nach einiger Zeit auch noch mein Akku aus. Ich knallte mich also einfach in die Sonne und wartete. aber keiner kam. Ich hatte gar kein Zeitgefühl mehr und wartete einfach. Nachdem aber immer mehr Zeit verging, dachte ich mir, dass eventuell etwas schief gegangen sein könnte. Zum Glück traf ich ein junges Paar auf dem Parkplatz, die mich mein Handy in ihrem Auto kurz aufladen ließen. Und mir wurde klar, dass ich bereits seit zwei Stunden wartete. Es stellte sich heraus, dass niemand mehr kommen würde, weil meine Mitfahrgelegenheit an einem ganz anderen Parkplatz gewartet hatte und jetzt natürlich schon ohne mich gefahren war, weil sie mich nicht gefunden hatten. Mit so etwas hatte ich nicht gerechnet. Eigentlich wollte ich an diesem Tag schon auf den Infoabend, dieses Seminars. Das konnte ich auf jeden Fall knicken. Trotzdem musste ich nach Berlin. Mein Handy ging natürlich gleich wieder aus und ich hatte die Möglichkeit entweder mit meinem Koffer durch die Pampa ein paar Kilometer zurückzulaufen und mein Seminar abzusagen. Das war aber etwas, was ich unter keinen Umständen wollte. Also entschied ich mich, spontan nach Berlin zu trampen. Leider war es echt ne richtig doofe Stelle zum trampen, direkt an der Autobahn. Man konnte einfach nirgends halten, außer auf diesem doofen Parkplatz, aber da war echt tote Hose. Also musste ich aktiv werden. Ich krackselte also mit meinem Koffer durch die Wiese, Richtung Autobahn, über die Leitplanke und stellte mich direkt vor den Beschleunigungsstreifen.

Ich kam mir so richtig kacke vor, als ich da stand, wie bestellt und nicht abgeholt und hielt meinen Daumen raus. Ich wusste, dass es sehr schwer ist, jemanden zu finden, der auf der Autobahn anhalten würde. Es war allgemein eine komische Situation. Als ich jünger war, bin ich öfter getrampt. Aber jetzt, will ich doch eigentlich nur eine gute Mutter sein, und endlich mal alles auf die Reihe bekommen. Ich dachte mir nur: Hoffentlich, fährt keiner der Lehrer meines Sohnes vorbei und sieht mich da mit meinem Koffer auf der Autobahn herumstehen. Wer weiß, was dann wieder für Geschichten rum gehen würden. Und dann dachte ich mir: „scheiß drauf“, ich will jetzt nach Berlin!

Nachdem ich da ein paar Minuten stand, dachte ich mir schon, dass das keine allzu gute Idee war. Alle rasten an mir vorbei oder hupten nur mal im Vorbeifahren, was mich noch mehr aufregte. Mein Arm wurde auch schon schwer, obwohl ich noch gar nicht lange da stand. Irgendwie hatte ich keinen Bock mehr, war sowieso total verrückt, was ich da tat. Als ich mir schon überlegte, wieder zurückzugehen, drehte ich mich noch einmal um, und sah da ein Auto auf dem Standstreifen stehen. Und ich war so erleichtert.

Ich hatte so ein Glück, dass mich ein ganz besonders lieber Mensch mitgenommen hat, ein Osteopath, der mir sehr viele spannende Geschichten aus seinem Leben erzählte und ich quatschte ihn voll, mit Geschichten aus meinem verrückten Leben. Er nahm mich mit bis kurz vor Berlin. Da fand ich aber auch relativ schnell ein nettes Mädel, was mich mit nach Berlin rein nahm. Sie setzte mich zwar in einem ganz anderen Bezirk ab, aber ich war froh, endlich angekommen zu sein. Eigentlich lief alles super. Ich war da, wo ich hinwollte und dabei war es mir egal, über welche Umwege ich das geschafft hatte.

Mein Berlin-Tripp war echt richtig schön. Neben dem dreitägigen Seminar, schlenderte ich durch Kreuzberg, stöberte auf dem Flohmarkt, war lecker essen und ging nach langem mal wieder shoppen.

Das Leben ist nicht, wie es auf den ersten Blick scheint. Es ist immer das, was wir daraus machen.

#berlin #brustkrebs #krebs #metastisierterbrustkrebs #daslebenistschön

Schwitzhütte

Gestern hatte ich wieder das Vergnügen, bei einem indianischen Schwitzhüttenritual dabei sein zu dürfen.
Diese Schwitzhüttenrituale wurden hauptsächlich von den Lakota Indianern nach Europa gebracht. Schwitzen und beten sollen eine seelische und körperliche Reinigung bewirken und einem neue Lebensenergie schenken.

Die Schwitzhütte wird in der Regel aus Weidenstäben oder Haselnussruten gebaut. In der Mitte der Hütte befindet sich ein Loch in der Erde in das die heißen Steine gelegt werden. Getrunken wird aus einem Büffelhorn, was immer wieder herumgreicht wird. Es gibt einen Ritualleiter oder Schamanen, der den Ablauf kennt und uns durch die Zeromonie führt. Begleitet werden die Gebete durch Trommeln und indianischen Gesang.

Jede Gebetsrunde beinhaltet ein anderes Thema:

DANKEN: für alles, was uns widerfahren ist, was wir erlebt und gelernt haben.

BITTEN: für uns und unsere Familien, vor allem um Gesundheit, Glück und Lebensensergie.

GEBEN: für unsere Fähigkeiten, mit denen wir die Welt bereichern können, Liebe, Energie und
Wissen.

LOSLASSEN: schlechte Gewohnheiten, negative Gedanken und Erlebnisse loslassen.,

VISION: in der Meditation neue Erkenntnisse und Eingebungen erfahren.

Es werden unterschiedlich viele Aufgüsse gemacht, je nach der Runde, die gerade dran ist. Dabei wird die Hütte mit Weihrauch und Zeder ausgeräuchert.

Die Schwitzhütte ist zu einer richtigen Leidenschaft von mir geworden und ich freue mich schon auf die nächste. Mittlerweile kann ich sogar schon mitsingen und das nicht mal so scheiße!

Und irgendwie spüre ich immer mehr, dass es mir gar nicht unbedingt darum geht, den Krebs zu heilen, sondern endlich meinen Sinn im Leben zu finden.

Gestern hatte ich wieder das Vergnügen, bei einem indianischen Schwitzhüttenritual dabei sein zu dürfen.
Diese Schwitzhüttenrituale wurden hauptsächlich von den Lakota Indianern nach Europa gebracht. Schwitzen und beten sollen eine seelische und körperliche Reinigung bewirken und einem neue Lebensenergie schenken.

Die Schwitzhütte wird in der Regel aus Weidenstäben oder Haselnussruten gebaut. In der Mitte der Hütte befindet sich ein Loch in der Erde in das die heißen Steine gelegt werden. Getrunken wird aus einem Büffelhorn, was immer wieder herumgreicht wird. Es gibt einen Ritualleiter oder Schamanen, der den Ablauf kennt und uns durch die Zeromonie führt. Begleitet werden die Gebete durch Trommeln und indianischen Gesang.

Es gibt imm

DANKEN: für alles, was uns widerfahren ist, was wir erlebt und gelernt haben.

BITTEN: für uns und unsere Familien, vor allem um Gesundheit, Glück und Lebensendergie.

GEBEN: für unsere Fähigkeiten, mit denen wir die Welt bereichern können, Liebe, Energie und
Wissen.

LOSLASSEN: schlechte Gewohnheiten, negative Gedanken und Erlebnisse loslassen.,

VISION: in der Meditation neue Erkenntnisse und Eingebungen erfahren.

Es werden unterschiedlich viele Aufgüsse gemacht, je nach der Runde, die gerade dran ist. Dabei wird die Hütte mit Weihrauch und Zeder ausgeräuchert.

Die Schwitzhütte ist zu einer richtigen Leidenschaft von mir geworden und ich freue mich schon auf die nächste. Mittlerweile kann ich sogar schon mitsingen und das nicht mal so scheiße!

Und irgendwie spüre ich immer mehr, dass es mir gar nicht unbedingt darum geht, den Krebs zu heilen, sondern endlich meinen Sinn im Leben zu finden.

Gestern hatte ich wieder das Vergnügen, bei einem indianischen Schwitzhüttenritual dabei sein zu dürfen.
Diese Schwitzhüttenrituale wurden hauptsächlich von den Lakota Indianern nach Europa gebracht. Schwitzen und beten sollen eine seelische und körperliche Reinigung bewirken und einem neue Lebensenergie schenken.

Die Schwitzhütte wird in der Regel aus Weidenstäben oder Haselnussruten gebaut. In der Mitte der Hütte befindet sich ein Loch in der Erde in das die heißen Steine gelegt werden. Getrunken wird aus einem Büffelhorn, was immer wieder herumgreicht wird. Es gibt einen Ritualleiter oder Schamanen, der den Ablauf kennt und uns durch die Zeromonie führt. Begleitet werden die Gebete durch Trommeln und indianischen Gesang.

Es gibt imm

DANKEN: für alles, was uns widerfahren ist, was wir erlebt und gelernt haben.

BITTEN: für uns und unsere Familien, vor allem um Gesundheit, Glück und Lebensendergie.

GEBEN: für unsere Fähigkeiten, mit denen wir die Welt bereichern können, Liebe, Energie und
Wissen.

LOSLASSEN: schlechte Gewohnheiten, negative Gedanken und Erlebnisse loslassen.,

VISION: in der Meditation neue Erkenntnisse und Eingebungen erfahren.

Es werden unterschiedlich viele Aufgüsse gemacht, je nach der Runde, die gerade dran ist. Dabei wird die Hütte mit Weihrauch und Zeder ausgeräuchert.

Die Schwitzhütte ist zu einer richtigen Leidenschaft von mir geworden und ich freue mich schon auf die nächste. Mittlerweile kann ich sogar schon mitsingen und das nicht mal so scheiße!

Und irgendwie spüre ich immer mehr, dass es mir gar nicht unbedingt darum geht, den Krebs zu heilen, sondern endlich meinen Sinn im Leben zu finden.

#schwitzhütte #meditation #gebet #trance #trommeln #ritual #schamanismus #brustkrebs #metastisierterbrustkrebs #daslebenistschön #natur #heilung #körperundgeist #yinyang #namaste

Intermittierendes Fasten

Es gibt sehr viele Ernährungsformen, die eine Krebsbehandlung unterstützen können. Unter intermittierenden Fasten, versteht man, wenn man 16 Stunden am Tag fastet und 8 Stunden isst. Das mache ich ständig zwischendurch. Ich esse in der Regel von 14.00 Uhr 22.00. Das ganze verschiebt sich allerdings auch manchmal nach hinten, bei einem chaotischen Menschen, wie mir. 😉

Heute gibts:

Lupinenfilet mit rote Beete, Petersilie und Hummus und dazu ein Getränk aus roten Rüben, Aronia, Gerstengras, Hagebutte und Acaibeeren.

Was genau, an intermittierenden Fasten gut ist, werde ich in einem gesonderten Beitrag erklären.

Jetzt lass ich es mir erst mal schmecken! 😋

Ich liebe Lupinen! 😍

#brustkrebs #metastisierterbrustkrebs #cancer #intermittierendenfasten #gesund #fasten #lupinen

Körper und Geist

Seit einiger Zeit bin ich auf der Suche nach nem geeigneten Sport für mich. Seit ein paar Monaten, mache ich Pilates, was mir total gefällt. Ich habe aber momentan Lust auf mehr Bewegung..Darum habe ich meinen Pilateslehrer gefragt, was er noch für Angebote hätte und er meinte, ich wäre super für klassisches Ballett geeignet. 😳 Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich dachte eigentlich eher an Zumba oder Bauchtanz. Aber er hat mich überzeugt. Also machte ich da einfach mal mit! Ballett ist total schön. Aber, ob ich es auf Dauer mache, kann ich noch nicht sagen. Ich habe lange überlegt, was mir Spaß machen könnte. Und ich schwanke immer wieder zwischen Tanzen und Kampfsport. Auch, wenn das zwei vollkommen unterschiedliche Sportarten sind.

Als ich vor einigen Wochen diesen Nervenzusammenbruch hatte, ist mir bewusst geworden, dass wir so viele unterschiedliche Facetten haben. Wir definieren uns nicht durch eine einzelne Eigenschaft oder Einstellung. Wir entwickeln uns ständig weiter, oder auch zurück und das ist auch gut so. Ich habe gemerkt, dass es auf Dauer nicht funktioniert, negative Gefühle einfach zu unterdrücken. Das habe ich viel zu lange gemacht. Und das ist definitiv nicht gesund! Darum ist wahrscheinlich die ganze Wut und Enttäuschung, die sich sehr lange in mir angestaut hatte, auf einmal aus mir rausgeplatzt. Was passiert ist, ist aber gut, weil ich dadurch wieder in meiner Mitte bin.

Heute habe ich das erste mal in meinem Leben Kampfsport gemacht. 💪 Ich hatte eine Probestunde MMA, ein Sport der viele Kampfsportarten vereint. Es ist als einer der brutalsten Sportarten bekannt. Aber ich wollte es auf jeden Fall versuchen. Das Problem war nur, dass diese ganzen harten Jungs alle Angst hatten, mir weh zu tun und wenn ich sie so ansehe, wäre das gar nicht abwegig. Das Training war super und alle total nett. Darum werde ich am Dienstag mal Kickboxen versuchen. 👊 Da sind dann auch ein paar Mädels dabei. 🙂

Was ich damit sagen will ist, dass wir alles in uns haben. Ich kann tanzen und ich kann kämpfen! Das können wir ALLE! Genau, wie im echten Leben. Wir können natürlich immer versuchen lieb, geduldig und einfühlsam zu sein. Aber irgendwann kommt jeder Mensch mal an seine Grenzen. Das ist einfach so.

Wichtig ist nur, dass ich wieder in meiner Mitte bin. Und das bin ich! 🍀 Und mit dem Sport behalte ich mir das bei. Bin gespannt..

#brustkrebs #metastisierterbrustkrebs #cancer #sport #meinemitte #mma #kickboxen #ballet